Sieg für die Chemnitzer Gäste – denn Freundschaft ist manchmal wichtiger als das Ergebnis

Juli 23, 2018 11:50 pm Published by Leave your thoughts

 

Offenbach, 2./3. Juni 2018 – Mit einem 9:7-Sieg und vielen neuen Eindrücken konnten die Freunde vom TTSV Chemnitz 1950 in diesem Jahr vom 28. Freundschaftsspiel mit dem TTV Offenbach 1961 nach Hause fahren. Ermöglicht wurde dieser knappe Sieg nicht zuletzt durch die Leihgabe eines Offenbacher Leistungsträgers an die in Unterzahl angereisten Chemnitzer. Belohnt wurden alle Mitspieler durch ein paar schöne, interessante und harmonische Stunden.

 

TTV Offenbach ist weit mehr als nur Tischtennis – es ist auch Kameradschaft und sehr viel Spaß. Diesen Eindruck von „meinem“ Verein, dem ich vor nunmehr über einem Jahr mein Herz geschenkt habe, konnte ich beim traditionellen Freundschaftsspiel mit dem Chemnitzer Tischtennisverein einmal mehr bestätigt sehen. Erstmals durfte ich bei diesem spannenden Duell zwischen Ost und West, das nun schon in seine 28. Runde ging, die Frauen-Power am Tisch repräsentieren. Eigentlich wollten auch die Chemnitzer einen weiblichen Part zum Match beitragen, doch die anreisenden Damen kamen lediglich als Cheerleaderinnen und ohne Tischtennisschläger. Also vertrat ich den weiblichen Part am Tisch alleine und tat das, was ich am besten kann: Lächeln – egal wie es steht. Das Punkten übernahmen die anwesenden Herren: Oli Giemsa, Richard Schmidt, Ulf Heinzerling, Jürgen Kraemer und Michael Karlsson.
Die Chemnitzer kamen mit etwas Verspätung und durch den Wegfall der weiblichen Spielerin auch nur mit fünf Spielern in der TTV-Halle an. Auch bei uns hatte sich zunächst ein Spieler verspätet, so dass in der Annahme, dass wir selbst zu wenig sein würden, noch schnell Oli herbeigerufen wurde. Nachdem aber unser Verspäteter doch noch mit den Chemnitzern eintraf, hatten wir nun einen Spieler zu viel. Es bot sich also an, einen Spieler an Chemnitz auszuleihen – und da ja Freundschaft wichtiger ist als Sieg, ließen wir uns nicht lumpen und überließen den Chemnitzern mit dem ehemaligen TTV-Spieler Kevin Pfülb einen der stärksten Spieler als Verstärkung im vorderen Paarkreuz. Dank dieser großartigen Verstärkung konnten die Chemnitzer denn auch das Freundschaftsturnier mit einem knappen 9:7 für sich entscheiden.

Nun war das Rahmenprogramm an der Reihe. Auf dem Wunschzettel stand die frisch eröffnete «neue Altstadt» von Frankfurt. Allerdings sorgte der RMV mit einer Sperrung des S-Bahn-Tunnels dafür, dass sich die An- und Abreise zur Erkundungsrallye entwickeln sollten. Die Hinfahrt mit der über den Südbahnhof umgeleiteten S-Bahn verlief noch planmäßig, so dass wir nach Umstieg in die U-Bahn pünktlich an der Hauptwache eintrafen. Dort wurden wir von der gebürtigen Frankfurterin Angelika vom Freundeskreis «Liebenswertes Frankfurt» in Empfang genommen. Nach einem Schnelldurchlauf durch die Frankfurter Stadtgeschichte ging es über den Römer in das beeindruckende neue Altstadtviertel. Angelika unterhielt uns mit ihrem Mix aus Geschichte, Gedichten und Anekdoten, die sie zu fast jedem Haus und jeder Fassadenfigur kannte. Aus der einstündigen Führung wurden so eineinhalb Stunden, die wie im Flug vergingen.

Nach einer kurzen Stärkung in einem kleinen Café mit Blick auf den Main brachen wir zurück nach Offenbach auf. Allerdings sorgte der RMV mit ein paar ungeplanten Fahrplan-Änderungen dafür, dass dies zu einer weiteren kleinen Stadtführung durch Sachsenhausen ausartete – die durfte nun ich mithilfe von Goople Maps übernehmen. Mit leichter Verspätung und gutem Hunger gelang uns aber irgendwann doch die Rückfahrt nach Offenbach, wo wir von Dieter und einigen weiteren Stadtführungs-Abstinenzlern schon sehnsüchtig erwartet wurden. Beim gemeinsamen Ausklang in der Gaststätte am Wetterpark wurden alte Freundschaften verfestigt und neue geschlossen. Auch das traditionelle Bingo durfte nicht fehlen.


Nach einem Sonntagsfrühstück beim Vereinsvorsitzenden Dieter Schulz reisten unsere Gäste am nächsten Vormittag wieder ab. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen im nächsten Jahr in Chemnitz. Hier geht es nicht nur um Tischtennis – unsere sportliche Leidenschaft hat uns zusammen gebracht, aber es ist unsere Freundschaft, die uns sicher noch viele Jahre begleiten wird.

Bericht: Adela Zatecky

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